Sprachlos

Ich bin selten sprachlos, aber dieses Telefonat hat dafür gesorgt.

Ausgangslage:
Ein Kunde hatte uns seine SEPA Daten mitgeteilt. Bei Fälligkeit wurden diese Daten verwendet, um eine Lastschrift vorzunehmen. Leider teilte die Bank mit, dass diese Angaben falsch seien. Ok, Anruf bei der Bank wo denn das Problem liegt. Das war vor drei Wochen. Der betroffene Kunde war sich keiner Schuld bewußt, schließlich habe er die Daten aus dem Kontoauszug abgeschrieben.

Nun erneut mein Anruf bei der Bank, um den Fehler herauszufinden und für künftige Lastschriften zu vermeiden. Dieses Telefonat zwischen dem Berater der Bank (B) und mir (A) gestaltete sich sehr kurz und kann wie folgt zusammengefasst werden:

B: Herzlich Willkommen bei Bank XYZ. Mein Name ist MüllerMeierSchulze. Was kann ich für Sie tun?

A: Guten Tag, mein Name ist Sascha Rehm von ABC. Wir haben einen gemeinsamen Kunden mit folgendem Problem. [Es folgt die Schilderung der Problematik]. Darüber hinaus ist uns ein Zinsschaden und Gebühren in Höhe von 6 Euro entstanden. Wie gehen wir damit um?

B: Herr Rehm, Ihr Stundenlohn, mein Stundenlohn. Wegen 6 Euro telefoniere ich nicht mit Ihnen. Wenn der Kunde Ihnen falsche Daten mitteilt ist es nicht mein Problem. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.

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Ich war soetwas von sprachlos. Kundenservice stelle ich mir anders vor. Das Problem wurde nun anders gelöst, aber ich bin geneigt, den Kunden über die Auskunft seiner Bank zu informieren.

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