Bombenfund und ein wenig Action

Der gestrige Bombenfund in Pforzheim war schon ein spannendes Erlebnis.

Ich selbst hatte die Fundmeldung gar nicht mitbekommen. Erst als ich nach Hause kam erzählte mir Ellen davon. Ein Blick auf Google Maps zeigte uns, dass wir von der angekündigten Evakuierung betroffen sein könnten.

Ich rief beim Bürgertelefon an und erfuhr dort, dass wir NICHT evakuiert werden. Also lief der Abend erst einmal routiniert ab.

Gegen 20 Uhr hörte ich zum ersten Mal die Lautsprecherdurchsage, dass das Gebiet evakuiert wird. Ich las auf der Internetseite der Stadt Pforzheim nach und siehe da: Wir sind an der Grenze zum 250 m Sperrgebiet und innerhalb der 500 m Evakuierungszone.

Also schnell bei Oma angerufen und um Asyl gebeten, vorsichtshalber für eine Nacht. Von der Nordstadt aus verfolgte ich den Liveticker der PZ und die Nachrichten auf Pforzheim.de, um zu wissen ob alles gut verlief.

Nach Presseangaben war es die größte Nachkriegsevakuierung in Pforzheim. 4500 Menschen mussten das gefährdete Gebiet verlassen.

Die Tickermeldung und ein Anruf bzw. Twitternachricht haben kurz vor 23 Uhr Entwarnung gegeben. Alles lief gut ab, die 500 kg Marinebombe wurde entschärft.

Für mich war es ein beklemmendes Gefühl nicht zu wissen wann man wieder nach Hause kann. Ich machte mir keine Sorgen um die Entschärfung, das können die Jungs vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Aber dieses Warten fand ich unerträglich.

Da half zumindest der Wein den ich mit Oma dann noch geleert habe 😉

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